Verlag Das weiße Pferd

Der Steinadler und sein Schwefelgeruch

Unglaublich, aber wahr ...

Ein „Krimi“, den das Leben schrieb
„Wenn Sie bei mir auf Inquisition tippen, liegen Sie natürlich richtig“. Das schrieb ein hochrangiger Vertreter der lutherischen Kirche Ende des 20. Jahrhunderts an ein Mitglied einer kleineren Religionsgemeinschaft. Und an anderer Stelle rief derselbe Mann aus: „Im Mittelalter wären wir ganz anders mit euch umgesprungen!“

Auch wenn das Mittelalter längst vorbei sein sollte – in vielen Köpfen spukt es noch immer kräftig herum. Die „Gesinnungspolizei“ ist wieder unterwegs. Wer aus einer der Großkirchen aussteigt, um mit Gleichgesinnten z.B. den Idealen des frühen Christentums zuzustreben, der sollte sich auf einiges gefasst machen: Pfarrer die auf der Suche nach „belastendem Material“ in Mülltonnen wühlen; katholische Rufmordbeauftragte, die sich mit falschen Informationen Gutachten erschleichen und auf der Suche nach möglichst griffigen Verleumdungen okkulte Pendler konsultieren; aufgehetzte Fernsehteams, die Kinder in einer Jugendherberge regelrecht überfallen ... Was der Journalist Matthias Holzbauer in jahrelanger Recherche zusammengestellt hat, ist haaresträubend. Mit Namen und Fakten belegt er, welche Kampagnen kirchliche und auch staatliche Stellen gegen religiöse Minderheiten vom Zaun brechen – und das in einem Land, das gerade den 60. Geburtstag seiner Verfassung feiert.

„Weil sich die offiziellen Religionsgegner ... nicht für diese für ein freies Land unglaubliche Gewissensverfolgung interessieren, musste wohl aus den Reihen der verfolgten ... selbst ... ein solches Buch vorgelegt werden. ... Sich für die Freiheit von Andersdenkenden einzusetzen, bedeutet natürlich nicht, deren Inhalt zu akzeptieren ... Was sich im angeblich freiheitlichsten und demokratischsten Staat in der deutschen Geschichte an Freiheitsunterdrückung, Existenzvernichtung, Bekämpfung von grundlegenden Menschenrechten durch Staat und Kirche zuträgt, das ist unglaublich. Die Beispiele ..., von Mitgliedern des Universellen Lebens am eigenen Leib verspürt, sollten den zuständigen Stellen ... die Schamräte ins Gesicht treiben. Ich schäme mich, einem solche Staat als sog. Staatsbürger anzugehören, und würde, wenn das Gesetz dies ermöglichen würde ... lieber die deutsche Staatsbürgerschaft ablegen, als mit meiner Wahlstimme ein solches System weiter zu unterstützen.“
Georg Batz in: „Aufklärung und Kritik“, 1/2004

Euro 14,90

1. Auflage, Marhtheidenfeld 2003, kart., 464 S., geb., mit zahlreichen Abbildungen


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